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"Kleine Jungen haben Träume.
Ich lebe einen davon."
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Ankommen
1970 bis 1976 verbrachte ich beinahe klischeehaft unbeschwerte Tage auf dem elterlichen Bauernhof: ich wusste nichts von der Welt. Und sie nichts von mir. Doch tief im Innersten ahnte ich schon damals, dass das nicht lange so bleiben würde.

Umsehen
In den folgenden Jahren ging ich zur Schule, um mir meinen großen Berufstraum zu verwirklichen: Riesentorläufer. Wenn ich allerdings vorher gewusst hätte, dass es dieses Fach gar nicht gibt, hätte ich mich nie dort eingetragen. Dann war es zu spät: ich wurde Landwirt. Die Welt musste noch ein Weilchen warten.

Ausprobieren
In meinem Innersten rumorte es weiter: ich wollte auf die Bühne und ins Rampenlicht. Das redete ich mir als Kreisvertreter 1990 beim Bezirksentscheid des Rhethorikwettbewerbs von der Seele. Nun stand fest: auch wenn niemand auf mich gewartet hatte, konnte ich sie alle beeindrucken.

Suchen
Auf der Suche nach mir selber – die ja erwiesenermaßen in den 20er Jahren vonstatten geht – erhielt ich ein Stipendium des Bayerischen Staatsministerium und sammelte erste Bühnenerfahrung gemeinsam mit Größen wie Wolfgang Fiereck, Nicki, Nicole, Gus Backus, Gert Rubenbauer und anderen. Nebenbei erstellte ich im Rahmen der BAW-Nachwuchsagentur noch ein Marketingkonzept für die Süddeutsche Zeitung (1998), erhielt mein Diplom der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing und besuchte Vorträge beim Institut für Direktmarketing (DMI).

Finden
Auch das berufliche Ankommen und Finden hat bekanntlich seine Tücken. Als Marketingberater im B2B-Key-Account-Bereich merkte ich, die Planung, Realisierung und Umsetzung von Marketingstrategien hatte rein gar nichts mit Riesentorlauf zu tun. Wo war er geblieben, mein Traum, die Welt zu beeindrucken? Ich fand ihn wieder: in Europas erster und einziger Zauberakademie in München!

Zauberei
Als Zauberer ist man leider keine Fee: auch ich kann mich nicht mehr in einen Riesentorläufer verzaubern. Aber ich kann Menschen beeindrucken, manchmal ihre Gedanken vorhersagen und ab und zu in ihren Kopf blicken. Das verwirrt manche, ist aber nicht weiter schlimm. Ich zaubere für all jene, die sich gerne verzaubern lassen wollen. Die nicht grübeln und rätseln, sondern sich gemeinsam mit mir auf den Spaß einlassen. Wie etwa die Premierengäste von Grease am Deutschen Theater.

Liebhabereien
Nachdem ich die Welt gesehen habe, stellte ich ganz unpathetisch fest: zuhause ist es am schönsten. Hier erarbeite ich gemeinsam mit meinen Bienen neue Honigkreationen. Finde unzählige Motive zum Fotografieren und nehme Schauspielunterricht bei Christa Hassfurther in Hallein bei Salzburg. Ab und zu aber muss es aber auch ganz große Show sein wie die Teilnahme an der TV-Show „Glücksrad“ oder mein Life-Auftritt bei „9Live“. Doch das nach Hause kommen erdet so schön. Auch Zauberer brauchen ab und zu eine Auszeit von der Welt. Und die Welt von ihnen.


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